Neugestaltung des Kriegerdenkmals Bramfeld am kleinen Bramfelder See – aktueller Stand

Finanzbehörde genehmigt Mittel (45.000€) für die weiteren Planungen. Nun müssen die Kostenschätzung sowie die genauen Skizzen erstellt werden. Anwohner protestieren gegen mögliche Umweltzerstörungen.

 

Im Mai 2016 hat die Bezirksversammlung Wandsbek einen Wettbewerb zur „Kommentierung für das Kriegerdenkmal Bramfeld“ (Drs. 20-2803) ausgelobt. Dieser wurde nach erfolgreicher Ausschreibung im Jahr 2019 abgeschlossen und mit der Prämierung des Siegerentwurfs einer Bramfelder Künstlerin abgeschlossen.

 

Alle damaligen Fraktionen waren sich dahingehend einig, dass dieser Siegerentwurf auch umgesetzt werden soll. Der Hauptausschuss der Bezirksversammlung hat am 02.12.2019 den Zuwendungsantrag des AK Denkmal (Drs. 21-0702) aus Mitteln des Quartiersfonds für das Haushaltsjahr 2019 bewilligt. Die Bewilligung stand unter dem Vorbehalt, dass die Finanzbehörde dem Antrag auf optionale Mittel zustimmt.

 

Wie der Abgeordnete der CDU-Bezirksfraktion Philipp Hentschel in einer Anfrage (Drs. 21/2354) nun herausfand, wurden die Haushaltsmittel von der Finanzbehörde am 19.12.2019 auf den Einzelplan des Bezirksamtes Wandsbek übertragen. Für die Realisierung des Projektes stehen nun die beantragten 45.000 EUR zur Verfügung. In der Ausschreibungsphase wurden bewusst nur Modelle eingereicht, keine genauen Skizzen bzw. Kostenschätzungen. So sollte sich auf den Charakter dieses Wettbewerbs –die historisch notwendige Kommentierung dieses Kriegerdenkmals- konzentriert werden. Nun müssen die Umsetzungskosten ermittelt und die genauen Skizzen erstellt werden.

 

Somit geht das Vorhaben in die nächste Runde.

 

Es regt sich jedoch Widerstand gegen die Planungen. So protestieren Anwohner gegen mögliche Umweltzerstörungen im Zuge der Neugestaltung. Näheres erfahren sie in der Drs. 21/2238.

 

Wie und ob das Denkmal letztendlich neugestaltet wird, bleibt abzuwarten.

 

Was halten Sie davon? Befürworten Sie die Neugestaltung?

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Kommentare: 7
  • #1

    Stephan Hanke (Sonntag, 29 November 2020 15:49)

    Verstehe ich das richtig? Hier wird eine grüne Wiese am kleinen Bramfelder See asphaltiert zur Kommentierung eines Denkmals? Sind die Politiker in Wandsbek jetzt verrückt geworden? Das kann doch wohl nicht wahr sein. Der kleine Bramfelder See ist ein Naturidyll, warum verunstaltet man es mit einer asphaltierten Wiese? Wenn das Denkmal so(!) eine Kommentierung benötigt, sollte man es einfach abreißen. Ich bin fassungslos.

  • #2

    Lehmann (Sonntag, 29 November 2020 22:14)

    Wann begreifen Hamburger Demagogen und Einfachdenker endlich, das man Geschichte nicht einfach in deren Sinn ideologisieren kann und damit verfälschen darf. Die Zeit damals hatte ihre Merkmale, während man heute beispielsweise Afghanistan Opfer der p. c. wegschweigt. Die Verbrecherorganisation Antifa spielt hier sogar offiziell eine Rollle. Einfach UNFASSBAR!!

  • #3

    Frau Müller (Montag, 30 November 2020 05:41)

    Wenn ich die Berichterstattung richtig gelesen habe, wollte eine sogenannte Friedensinitiative diese Überplanung unbedingt. Die Politik hätte sich hier nicht vorspannen dürfen. Nun wird erneut in Bramfeld eine Grünfläche versiegelt.

  • #4

    Frank Meyer (Freitag, 18 Dezember 2020 17:11)

    Wenn hier allen Ernstes eine asphaltierte Fläche mit Kommentaren bzw. idiologisch zurechtgelegten Erklärungsmustern geplant ist, zeigt das nur wieder einmal was für kranke Geister Einfluss auf derartige Entscheidungen in unserer Gesellschaft haben.
    Nötige Resataurierungen an der vorhandenen Bausubstanz ja, alles andere nein!

  • #5

    Martin Eschenbach (Samstag, 19 Dezember 2020 11:26)

    Kein Mensch braucht ein Kriegsdenkmal - ein Friedensdenkmal wäre mal schön. Den dieser (der Frieden) ist wesentlich schwerer zu erlangen und zu erhalten. Das vorweg.
    Aber dieses nun mal bereits hier stehende Denkmal noch zu erweitern und damit eine weitere Grünfläche in Bramfeld zu versiegeln, ist völlig unnötig und für die dort lebenden Tiere, wie z.B. den hier grasenden Gänse, eine ganz schlimme Entscheidung. Hier müssten einmal die Löcher im Rasen ausgebessert werden, denn diese sind gefährliche Stolperfallen für Mensch und Tier, und dann lass es bitte blühen und grünen.

    @Lehmann:
    Wer glaubt die Antifa wäre eine Organisation, hat in den letzten Jahren nicht aufgepasst und nichts verstanden.

  • #6

    A. Meyer (Samstag, 19 Dezember 2020 13:46)

    wann hören die Profiteure und Nutznieser der vergangenen Generationen ENDLICH auf geschichtliche Fakten und Denkmäler zu zerstören, so das die Identitätslosigkeit sich weiter verfestigt.

  • #7

    Bärbel Kurtzahn (Sonntag, 20 Dezember 2020 10:07)

    Wählt alle kräftig die "Grünen"!! Vor Jahren war die Partei gegen das Abholzen von Bäumen, gegen jede Umwelt Verschandelung. Ich habe Herrn Kappe meine Stimme gegeben, da er sich für Umwelt in Hamburg/Bramfeld "stark" macht!!