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Unterkünfte für Geflüchtete in Bramfeld, Farmsen-Berne und Steilshoop: Hohe Auslastung – aber keine neuen Planungen

Die Unterbringung von Geflüchteten bleibt eine der zentralen Herausforderungen für die Freie und Hansestadt Hamburg. Eine aktuelle Senatsantwort zeigt nun detailliert, wie die Situation in den Stadtteilen Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne konkret aussieht – und macht deutlich: Die vorhandenen Kapazitäten sind vielerorts nahezu vollständig ausgelastet, während neue Planungen derzeit nicht vorgesehen sind.

Hohe Auslastung in bestehenden Unterkünften

Ein Blick in die aktuellen Zahlen zeigt, dass viele Standorte bereits an ihrer Kapazitätsgrenze arbeiten. Besonders deutlich wird dies bei mehreren großen Einrichtungen:

  • In der Steilshooper Allee 501 in Bramfeld sind alle 192 Plätze belegt.
  • Auch die Unterkunft Tegelweg (Am Luisenhof) in Farmsen-Berne ist mit 304 von 304 Plätzen vollständig ausgelastet.
  • Das gleiche Bild zeigt sich bei mehreren Interimsstandorten, etwa im Hotel Richter in Steilshoop oder im Garner Hotel Hamburg Nord – ebenfalls jeweils vollständig belegt.

Andere Einrichtungen weisen nur geringe freie Kapazitäten auf. So sind beispielsweise im Anneliese-Tuchel-Weg 11 noch 7 Plätze frei (86 von 93 belegt), während in der Meilerstraße immerhin noch kleinere Puffer bestehen (316 von 348 belegt).

Insgesamt zeigt sich: Das System der öffentlich-rechtlichen Unterbringung (örU) in den betroffenen Stadtteilen läuft vielerorts am Limit.

Interimsunterkünfte bleiben wichtiger Bestandteil

Auffällig ist der weiterhin hohe Anteil an Interimsunterkünften – insbesondere Hotels. Mehrere dieser Standorte sind aktuell bis Ende 2026 geplant, darunter:

  • La Petit Perle in Bramfeld
  • Signature East Hotel Apartment in Farmsen-Berne
  • Hotel Richter und Garner Hotel in Steilshoop

Diese temporären Lösungen sind vollständig ausgelastet und unterstreichen, dass kurzfristige Kapazitäten weiterhin dringend benötigt werden.

Spezielle Einrichtungen für minderjährige Geflüchtete

Neben den regulären Unterkünften existieren auch Einrichtungen für unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA). Hier zeigt sich ein differenziertes Bild:

  • Kathenkoppel: weniger als 4 belegte Plätze bei 4 genehmigten
  • Pulverhofsweg: 12 von 32 Plätzen belegt
  • Stargarder Straße: 11 von 34 Plätzen belegt

Für zwei dieser Standorte werden aktuell Umstrukturierungen geprüft, etwa hin zu Wohnformen für Familien oder Jugendwohngruppen.

Keine neuen Unterkünfte geplant – aber laufende Prüfungen

Trotz der hohen Auslastung macht der Senat deutlich: Konkrete neue Projekte oder Erweiterungen sind derzeit in Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne nicht geplant.

Stattdessen verfolgt die Stadt einen flexiblen Ansatz. Die zuständigen Stellen prüfen fortlaufend:

  • die Schaffung neuer Kapazitäten bei Bedarf,
  • die Verlängerung bestehender Standorte,
  • sowie Anpassungen je nach aktueller Lageentwicklung.

Dabei wird betont, dass insbesondere geplante Belegungsenden stets unter Vorbehalt stehen und sich je nach Entwicklung kurzfristig ändern können.