Fassadenbegrünung am Netto-Markt in der Steilshooper Allee/Steilshoop

Es sind oft die kleinen Dinge, die Veränderungen anregen. Theorie nützt nicht viel, wenn sie nicht umgesetzt wird. In Steilshoop habe ich kürzlich eine grüne Wand vor dem Netto-Markt in der Steilshooper Allee gefunden.

 

Das ist keine Werbung für diesen Supermarkt, sondern ein lokales Beispiel. Ich wünsche mir Fassaden- und Dachbegrünung, wo immer sie sinnvoll und möglich ist. Diese Maßnahme kühlt die Luft ab, filtert Feinstaub und bietet Insekten, Vögeln und anderen Tieren Nahrung und Unterschlupf.

 

In diesem Beispiel wird zugleich Energie für Kühlung wie auch Heizung und Instandhaltungsaufwand eingespart. Es lohnt sich also nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch.

Hamburger Bürger/innen erleiden gerade eine Hitzewelle historischen Ausmaßes. „Erleiden“ ist das richtige Wort dafür, denn Rettungsdienste, Krankenhäuser und die Feuerwehr haben viel damit zu tun, vorerkrankte und/oder ältere Bürger/innen zu behandeln. Hitzetypische Krankheitsbilder sind u. a. Hitzschlag, Herz-/Kreislaufbeschwerden, Sonnenstich, Sonnenbrand, Dehydratation und allgemeine Erschöpfungssymptome.

 

Diese Hitzewelle lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den Klimawandel zurückführen. Da wir die Klimaveränderungen nur langsam bekämpfen können, müssen wir uns jetzt schon auf den Dauerzustand extremer Wetterlagen einstellen.

 

In Steilshoop werden demnächst 33 neue Bäume gepflanzt, auf jahrelangen Druck der CDU in der Bezirksversammlung. Diese sind auch dringend nötig, um die Fällungen der letzten Jahre Stück für Stück auszugleichen.

 

Urbanes Grün hilft dabei, die Folgen des Klimawandels lokal einzugrenzen. Dazu gehören in erster Linie Stadtbäume, Grünschneisen und Wiesen. Viel zu wenig beachtet ist bisher Dach- und Fassadenbegrünung.

 

Die Mopo hat gerade darüber berichtet. https://www.mopo.de/hamburg/neue-art-des-bauens-notwendig-hamburgs-gruene-hoffnung-gegen-die-hitze-37184310

 

Privatwirtschaftliches Engagement, wie in diesem Fall der Immobiliengesellschaft, die das Gebäude an Netto vermietet, zahlt sich aus. 50 Quadratmeter vertikales, urbanes Grün sind kein Pappenstiel. Insbesondere wenn das jeder machen würde. Haben Sie Ähnliches gesehen? Was halten Sie von Fassadenbegrünung?

 

Wer es genauer wissen will: Die Pressemitteilung von Netto findet sich unter https://www.presseportal.de/pm/72216/4651413.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Stephan Hanke (Samstag, 12 September 2020 11:01)

    Top. So etwas beeinflusst bei mir die Kaufentscheidung. Nachahmung erwünscht.