Normalerweise meckern wir schnell – und oft auch zu Recht. Umso wichtiger ist es, auch einmal deutlich zu sagen, wenn etwas gut funktioniert. Der Brand im Gagfah-Hesse-Haus hat gezeigt, dass im Ernstfall viele Rädchen ineinandergreifen können.
Nach Ausbruch des Feuers war die Feuerwehr sehr schnell vor Ort – und nicht nur mit Löschfahrzeugen, sondern auch direkt mit einem Kältebus. Auch die Polizei war umgehend da. Vonovia hat sich früh gekümmert und Verantwortung übernommen. Viele Anwohnerinnen und Anwohner haben mir berichtet, dass sie sich in dieser Ausnahmesituation gut aufgehoben gefühlt haben: Sie wurden im Kältebus versorgt, es wurde sich Zeit genommen, man ist freundlich und respektvoll mit ihnen umgegangen.
Erfreulicherweise konnten die meisten Betroffenen noch am selben Abend wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Sechs Personen konnten jedoch nicht zurück, sie mussten umquartiert werden. Aktuell gelten die betroffenen Wohnungen für etwa vier bis sechs Wochen als nicht bewohnbar. Alle Mieterinnen und Mieter wurden hierzu informiert.
Die Wohnungen selbst sind nach bisherigen Angaben weitgehend in Ordnung. Das Hauptproblem ist der lange Flur, von dem die Wohnungen abgehen: Er ist stark verrußt und darf derzeit nicht betreten werden, bis die notwendigen Reinigungs- und Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind.
Bei aller Anerkennung bleibt dennoch eine traurige Tatsache: Eine Person hat bei dem Brand ihr Leben verloren. Das erschüttert den Stadtteil sehr. Wie bekannt wurde, hatte der Verstorbene keine Angehörigen. Unsere Gedanken sind bei ihm.
Gerade deshalb ist es wichtig, den Blick auch auf das zu richten, was in dieser schweren Situation gut gelaufen ist. Ein ausdrücklicher Dank gilt allen Einsatzkräften, Helferinnen und Helfern sowie allen Beteiligten, die schnell, umsichtig und menschlich gehandelt haben. 🙏

