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130 Jahre Heimatverein „up ewig ungedeelt“ – Geschichte mit Herz und norddeutscher Identität

Heute durfte der Heimatverein „up ewig ungedeelt“ von 1895 e.V. ein stolzes Jubiläum feiern: 130 Jahre Vereinsgeschichte – ein beeindruckendes Stück norddeutscher Kultur und Gemeinschaft. Rund 75 Gäste kamen zusammen, um diesen besonderen Anlass zu würdigen.

Auch die CDU war stark vertreten: Mit Bezirksfraktionsvorsitzender Natalie Hochheim, den Bezirksabgeordneten Jens Wagner und Yildiz Mirmigakis-Uyur zeigte sich die CDU Bramfeld und Wandsbek nah an den Vereinen und der Geschichte unseres Bezirks.

Schleswig-Holsteiner Wurzeln

Die Gründer des Vereins waren Schleswig-Holsteiner, denn bis 1937 gehörten Bramfeld, Hellbrook und Steilshoop noch zu Schleswig-Holstein – dem „Land zwischen den Meeren“. Damit zählt der Heimatverein „up ewig ungedeelt“ heute zu den ältesten Vereinen in der Freien und Hansestadt Hamburg. Der Vereinsname steht für den historischen Wahlspruch Schleswig-Holsteins: „Up ewig ungedeelt“ – auf ewig ungeteilt.

Bereits im Jahr 1920 zählte der Verein knapp 3.000 Mitglieder – für damalige Verhältnisse ein enormer Erfolg. Allerdings war er zu jener Zeit noch ein reiner Männerverein. Heute ist der Verein offen für alle, die sich für norddeutsche Kultur, Geschichte, Sprache und Natur interessieren.

Engagement für Sprache, Kultur und Natur

Der Heimatverein verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke. Dazu zählen die Förderung und Pflege

  • des Heimatgedankens und der niederdeutschen Sprache, Literatur und des Liedguts,

  • von Theateraufführungen, heimatkundlichen Film- und Diavorträgen,

  • kulturhistorischen Studien- und Informationsfahrten,

  • des Natur-, Landschafts- und Denkmalschutzes,

  • sowie jugendfördernder, kultureller und wohltätiger Initiativen.

Bibliothek, Archiv und Ehrenamt

Besonders hervorzuheben ist die umfangreiche Bibliothek mit rund 3.000 Büchern und Schriften, darunter etwa 800 niederdeutsche Werke – von Klassikern wie Klaus Groth, Fritz Reuter und Johann Hinrich Fehrs bis zu modernen Veröffentlichungen und Lehrmaterialien.

Das Archiv umfasst die Chronik des Vereins, Dokumentationsmaterial, rund 3.500 Dias und zahlreiche historische Schriften. Alles wird ehrenamtlich gepflegt, ergänzt und erhalten – finanziert durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.

Das vereinsinterne Mitteilungsblatt „Kiekut“ informiert regelmäßig über Aktivitäten und wird, wie alle Veranstaltungen, komplett ehrenamtlich erstellt. Nahezu alle Angebote stehen auch Nichtmitgliedern offen – ein gelebter Beitrag zur kulturellen Vielfalt unserer Region.

Feier zum 130-jährigen Jubiläum 2025

Der Verein blickt stolz nach vorn: Am Sonnabend, den 8. November 2025, wurde das 130-jährige Jubiläum noch einmal groß gefeiert – im Restaurant „La Madera“, Saseler Chaussee 101.Tradition lebt weiter, wenn Menschen sie mit Leidenschaft bewahren.