Man sieht: Wenn sich Bürger melden, kann auch etwas passieren. Deshalb mein Appell: Bitte Missstände immer melden. Nur wenn Probleme bekannt sind, können sie auch behoben werden.
In dieser Woche hat sich eine Anwohnerin bei mir gemeldet und auf erhebliche Probleme an den Übergängen der Baustellenabsperrung im Bereich Fahrenkrön / Heukoppel hingewiesen. Vor Ort zeigt sich deutlich: Für Menschen mit Einschränkungen ist die Situation dort derzeit kaum zu bewältigen.
Wie auf den Fotos zu erkennen ist, weisen die provisorischen Übergänge deutliche Kanten und Höhenunterschiede auf. Wer auf einen Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen angewiesen ist, hat hier große Schwierigkeiten. Teilweise sind Bordsteine nicht ausreichend abgesenkt, die Durchgänge uneben und durch Schmutz zusätzlich erschwert. Selbst für mobilere Personen ist das Überqueren unangenehm – für mobilitätseingeschränkte Menschen stellt es jedoch ein echtes Hindernis dar.
Hinzu kommt ein weiteres Problem: Der Übergang über den Fahrenkrön ist immer wieder so zugeparkt, dass Betroffene gezwungen sind, über die Heukoppel auszuweichen, um auf die andere Straßenseite zu gelangen. Das ist nicht nur umständlich, sondern auch gefährlich.
Ich habe den Hinweis der Anwohnerin aufgenommen und mich umgehend gekümmert. Der Bauausführer hat inzwischen zugesagt, am Übergang Heukoppel / Fahrenkrön eine kleine Anrampung zu installieren.
Der Hintergrund: Die Bordsteinhöhe an dieser Stelle liegt aktuell zwischen 2,5 und 3,5 Zentimetern. Zum Vergleich:
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6 Zentimeter gelten als normgerechte taktile Bordhöhe für sehbehinderte Menschen.
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Um gleichzeitig Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer zu ermöglichen, wird häufig ein Kompromiss von etwa 3 Zentimetern gewählt.
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Auf der Seite Fahrenkrön selbst beträgt die Bordsteinhöhe sogar weniger als einen Zentimeter – das gilt als barrierefrei.
Die zugesagte Anrampung soll nun helfen, den Übergang deutlich leichter passierbar zu machen.
Gerade während großer Baustellen – wie aktuell im Zuge der U5-Baumaßnahmen – muss besonders darauf geachtet werden, dass provisorische Wege für alle Menschen nutzbar bleiben. Barrierefreiheit darf auch im Baustellenbetrieb nicht zur Nebensache werden.
Ich bleibe an dem Thema dran. Und noch einmal der Hinweis: Wenn Ihnen solche Probleme auffallen – melden Sie sich. Nur so können wir gemeinsam Verbesserungen erreichen.

