Nabu Hamburg hat dieselben Forderungen wie die CDU Hamburg: Baumstatistiken müssen transparenter werden

Der Hamburger Naturschutzbund sieht dieselben Probleme wie die CDU-Bürgerschaftsfraktion in der Baumpolitik des Senats. Das hat eine kürzlich Pressemitteilung des Nabus ergeben.

 

Intransparente Statistiken und unzureichende Nachpflanzungen sind aber nicht nur das Problem der CDU und des mitgliederstarken Umweltverbandes.

 

Uns alle geht es an, dass wir in immer heißeren Sommern durch Bäume Abkühlung erfahren. Wir alle sind auf die Wasserspeicher angewiesen, auch wenn uns das erst beim nächsten Hochwasser oder Starkregen einfällt.

 

Wir alle freuen uns über Vögel und Eichhörnchen. Von Feinstaub gefilterte Luft ist unserer Lunge ebenfalls angenehmer. Hamburg kann nur grün bleiben, wenn wir genau wissen, wie viele Bäume uns verlustig gehen und wir entsprechend nachpflanzen müssen.

Deswegen stellen die CDU-Fraktion und ich einen Antrag, der den folgenden Ist-Zustand aufgreift und beenden will:

 

- Es werden zwei Straßenbaumkataster (der zweite ist der Online-Straßenbaumkataster) geführt (Drs. 22/3254).

 

- Baumkataster für Parks und Grünanlagen führen nur drei Bezirke (Nord, Wandsbek, Harburg).

 

- Ein gesamtstädtisches Baumkataster für Parks und Grünanlagen fehlt.

 

- Baumfällungen und Nachpflanzungen bei Bautätigkeiten durch den Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) werden nur mit einem „gewissen zeitlichen Versatz“ in das Straßenbaumkataster eingepflegt (Drs. 22/3740).

 

- Baumfällungen auf Bundesflächen, die in Hamburg liegen, werden nicht ausgewertet (Drs. 22/3740)

 

- Nur vier Bezirke bilanzieren Fällungen auf Privatgrund.

 

- Die Statistik für nachgepflanzte Straßenbäume wird aufgehübscht, da Ausgleichszahlungen von Privatfällungen genutzt werden. Der von privat gefällte Baum wird nicht nachgepflanzt.

 

- Nachgepflanzte Bäume, die durch Ausgleichszahlungen von Privaten finanziert werden, werden statistisch nur von drei Bezirken ausgewertet.

 

- Die Höhe der Ausgleichszahlungen wird von zwei Bezirken nicht statistisch ausgewertet.

 

All das muss sich ändern, damit wir eine valide Datengrundlage haben. Nur durch klare und nachvollziehbare Zahlen aller gefällten und nachgepflanzten Bäume in Hamburg, gleich welcher Kategorie (Straßenbaum, Privatbaum, Grünanlagen- und Parkbaum), können sinnvolle Entscheidungen zur Nachpflanzung beschlossen werden. Nur durch valide Statistiken können entsprechende Haushaltsmittel eingeplant werden und das Defizit von Fällungen und Nachpflanzungen ausgeglichen werden.

 

Ich wiederhole mich hier zum x-ten Male gerne, da offensichtlich erst einmal ein Bewusstsein dafür geschaffen werden muss, dass es so nicht weitergehen kann.