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Bramfelder Chaussee: Entweder Parkplätze ermöglichen oder die Flächen entsiegeln

An der Bramfelder Chaussee 358 befindet sich zwischen der Häuserzeile und den aufgestellten Sperrelementen eine große befestigte Fläche. Autos können dort weder fahren noch parken. Dabei werden gerade für die ansässigen Gewerbetreibenden und ihre Kundinnen und Kunden Parkmöglichkeiten benötigt. Dennoch will der Senat die praktisch funktionslos gewordene Fläche weder wieder für das Parken nutzbar machen noch entsiegeln und begrünen.

Die Begründung für die ausbleibende Entsiegelung überzeugt wenig: Die Entsiegelung einer einzelnen Fläche sei nicht sinnvoll, weil der anschließende Pflegeaufwand „unverhältnismäßig hoch“ wäre.

Aus meiner Sicht muss deshalb eine klare Entscheidung getroffen werden: Wenn die befestigte Fläche nicht für die von den Gewerbetreibenden dringend benötigten Parkmöglichkeiten zur Verfügung gestellt wird, sollte zumindest geprüft werden, wie sie sinnvoll entsiegelt und begrünt werden kann. Eine dauerhaft versiegelte Fläche, die weder als Parkplatz noch anderweitig sinnvoll genutzt wird, kann nicht die Lösung sein.

Niemand verlangt, den gesamten Bereich unpassierbar zu machen. Eine teilweise Entsiegelung und Begrünung wäre möglich, während ein ausreichend breiter Zugang zu den Gebäuden und Geschäften erhalten bleibt. Gerade solche weitgehend ungenutzten Nebenflächen bieten sich für Grünbeete, Bäume oder andere wasserdurchlässige Gestaltungen an.

Vorrangig wäre es aus meiner Sicht sinnvoll, die von den Gewerbetreibenden benötigten Parkmöglichkeiten wieder zu ermöglichen. Wenn das Bezirksamt dies jedoch ablehnt, muss es erklären, warum die Fläche weiterhin vollständig versiegelt bleiben soll. Gerade vor dem Hintergrund der erklärten Ziele Hamburgs zu Entsiegelung, mehr Stadtgrün, besserer Versickerung von Regenwasser und Klimaanpassung ist dieser Zustand schwer nachvollziehbar.

Wenn der Senat seine Entsiegelungsziele ernst nimmt, müsste er genau solche Flächen in den Blick nehmen. Stattdessen wird die bestehende Versiegelung unter anderem damit verteidigt, dass durch eine Begrünung anschließend zusätzliche Pflegekosten entstehen könnten.

Das verweist zugleich auf ein grundsätzliches Problem: Die Bezirke sollen für mehr Stadtgrün, Klimaanpassung und Entsiegelung sorgen, benötigen dafür aber auch die notwendigen Mittel für Umbau und dauerhafte Pflege. Es kann jedoch nicht sinnvoll sein, eine Fläche dauerhaft zu versiegeln und gleichzeitig ihre Nutzung als benötigten Parkraum auszuschließen.

Für die Bramfelder Chaussee braucht es daher aus meiner Sicht eine pragmatische Lösung: Entweder werden die für die Gewerbetreibenden und ihre Kundschaft benötigten Parkmöglichkeiten ermöglicht – oder die nicht mehr benötigten versiegelten Bereiche werden sinnvoll entsiegelt und begrünt.

Quelle: Schriftliche Kleine Anfrage, Drs. 23/5087

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