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Rekordsommer 2026: Hamburg muss beim Schutz vor Hitze und Starkregen endlich schneller werden

Der Sommer 2026 hat erneut deutlich gemacht, dass Hamburg auf die Folgen des Klimawandels nicht ausreichend vorbereitet ist. Hitze, Trockenheit, niedrige Wasserstände und drohende Starkregenereignisse sind längst keine Ausnahme mehr. Trotzdem bleibt die Stadt bei der konkreten Klimaanpassung viel zu weit hinter dem notwendigen Tempo zurück.

Ende Juni wurden in Hamburg Temperaturen von bis zu 39,4 Grad im Schatten gemessen. In der Nacht zum 27. Juni sank die Temperatur nicht unter 23,3 Grad. Insgesamt registrierte die Wetterstation am Flughafen elf Tage mit mehr als 30 Grad, drei Tropennächte und drei Tage mit Temperaturen über 35 Grad. Das sind neue Rekordwerte.

Besonders belastend ist die Hitze für ältere Menschen, Pflegebedürftige, Kinder, chronisch Erkrankte und Menschen, die im Freien arbeiten. Auch dicht bebaute und stark versiegelte Stadtteile heizen sich besonders stark auf.

Gleichzeitig litten zahlreiche Hamburger Gewässer unter niedrigen Wasserständen. An Alster, Bille und Wandse war die Situation mit den Trockenjahren 2018 bis 2020 vergleichbar.

Informationskampagnen und Meldeportale allein reichen nicht aus. Entscheidend ist, ob Hamburg seine Infrastruktur endlich an diese neuen Bedingungen anpasst.

Hamburg braucht deutlich mehr öffentliche Trinkwasserbrunnen, insbesondere an stark frequentierten Plätzen, in Einkaufsbereichen, an Bahnhöfen, auf Spielplätzen und in dicht bebauten Quartieren.

Ebenso notwendig sind öffentlich zugängliche, klimatisierte Kühlräume, in denen besonders gefährdete Menschen während extremer Hitze Schutz finden können.

Auch beim Schutz vor Starkregen und Überschwemmungen muss die Stadt erheblich schneller werden. Notwendig sind mehr Flächen, auf denen Regenwasser versickern oder vorübergehend gespeichert werden kann.

Darüber hinaus müssen mehr Bäume gepflanzt, bestehende Bäume besser geschützt sowie Dächer und Fassaden konsequenter begrünt werden.

Klimaanpassung muss zu einer zentralen Aufgabe der gesamten Stadtentwicklung werden, mit konkreten Zielen, festen Fristen und ausreichenden finanziellen Mitteln.

Der nächste heiße Sommer und der nächste Starkregen kommen bestimmt. Hamburg muss endlich vom Informieren und Ankündigen ins flächendeckende Handeln kommen.