Das Hamburger Abendblatt berichtet erneut über eine alarmierende Entwicklung: Unter den gefährlichsten Straßen der gesamten Hansestadt belegen gleich zwei zentrale Verkehrsadern aus unserem Bereich Spitzenplätze. Die Bramfelder Chaussee landet im aktuellen Unfallranking auf Platz 4, der Berner Heerweg folgt auf Platz 6. Beide Straßen weisen eine erschreckend hohe Zahl an Unfällen mit Verletzten auf – allein auf der Bramfelder Chaussee waren es im vergangenen Jahr 34 Unfälle mit Verletzten, davon sogar ein Unfall mit Todesfolge. Am Berner Heerweg wurden 30 Unfälle mit Verletzten registriert.
Diese Zahlen sind ein deutliches Warnsignal: Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Der Verkehr in Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich dichter geworden, während bauliche Verbesserungen, Verkehrsberuhigungen und sichere Querungsmöglichkeiten vielfach auf sich warten lassen. Besonders Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende sind auf beiden Straßen einem hohen Risiko ausgesetzt – unübersichtliche Übergänge, fehlende Abbiegespuren, enge Radwege und unklare Verkehrsführungen verschärfen die Situation zusätzlich.
Während an anderen Orten der Stadt großflächige und teure Prestigeprojekte umgesetzt werden, bleiben diese für viele tausend Menschen täglich genutzten Straßen weiterhin Gefahrenpunkte. Dabei zeigt die Unfallstatistik deutlich, dass hier keine Einzelfälle vorliegen, sondern strukturelle Probleme.
Es ist höchste Zeit, dass der Senat aktiv wird:
- Verbesserung und Entzerrung der Verkehrsführung
- Mehr sichere Querungsmöglichkeiten
- Breitere und durchgehende Radwege
- Bessere Beleuchtung
- Regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen
Die Menschen in Bramfeld, Steilshoop und Farmsen-Berne haben ein Anrecht auf sichere Straßen – und darauf, dass Gefahrenstellen prioritär entschärft werden. Es darf nicht sein, dass Jahr für Jahr neue Unfallzahlen veröffentlicht werden, ohne dass spürbare Maßnahmen folgen.
Der Senat muss jetzt handeln – nicht erst dann, wenn die nächste Statistik erscheint.

