Um klimaneutral zu werden, reicht es nicht, Emissionen zu reduzieren – man muss auch CO₂ speichern. Dafür gibt es zwei Wege: technische Verfahren wie CCS (Abscheidung und Speicherung) und CCU (Nutzung von CO₂) sowie natürliche CO₂-Speicher wie Wälder, Moore und Böden.
Immer wieder wird behauptet, man müsse „einfach mehr Wälder pflanzen“, um das Klimaproblem zu lösen. Doch so einfach ist es nicht – vor allem nicht in Hamburg.
Zwar bestätigt der Senat: Neue Wälder könnten mehr CO₂ aufnehmen und wären grundsätzlich hilfreich. Aber Hamburg hat ein entscheidendes Hindernis: Es gibt kaum freie Flächen, die sich für neue Waldgebiete eignen. Ein spürbarer Zuwachs sei daher „nicht in größerem Umfang realistisch“.
Stattdessen betont der Senat, wie wichtig es ist, die bestehenden Wälder gesund und widerstandsfähig zu halten. Nur stabile Ökosysteme können dauerhaft CO₂ speichern – und damit ihren Beitrag zur Klimaneutralität leisten.
Klar ist: Für Hamburg kann die Lösung nicht in großen neuen Waldflächen liegen. Die Stadt muss auf eine Kombination setzen – stabile Wälder, Moore und Böden als natürliche Speicher sowie moderne Technologien wie CCS und CCU, um die Klimaziele überhaupt erreichen zu können.
Quelle: Drucksache 23-02310

