Anwohner rund um die große SAGA-Baustelle an der Bramfelder Chaussee und am Moosrosenweg beschweren sich zunehmend über einen störenden Baukran. Immer wieder kommt es offenbar zu einem lauten Brummen und Dröhnen – ausgerechnet auch an Sonntagen. Nun hat das verantwortliche Bauunternehmen Otto Wulff weitere Reparaturen und eine bessere Erreichbarkeit angekündigt.
Bereits Anfang Juli hatten sich Anwohner bei mir gemeldet. Damals lief ein extrem störendes Brummgeräusch von der Baustelle nach Angaben eines Anwohners mehr als 24 Stunden. Weder Polizei noch Feuerwehr konnten das Geräusch abstellen, offenbar weil kein Verantwortlicher der Baustelle erreichbar war. Erst am Montagmorgen gegen 6 Uhr endete die Belastung.
Daraufhin wurde das Bezirksamt Wandsbek eingeschaltet. Mitte Juli teilte das Bezirksamt mit, dass die SAGA als Bauherrin das Bauunternehmen angewiesen habe, den Lärm abzustellen. Alle Kräne sollten abends abgeschaltet und zusätzlich durch einen Schließdienst kontrolliert werden. Das Bezirksamt ging damals davon aus, dass das Problem damit abschließend gelöst sei.
Doch das Problem trat erneut auf. Am 16. August meldeten Anwohner wieder einen laut brummenden Kran. Sämtliche auf der Baustelle angegebenen Telefonnummern seien erfolglos angerufen worden. Eine erreichbare Notfallnummer für das Wochenende war nicht zu finden.
Am Sonntag, den 23. August, kam es erneut zu Beschwerden. Nach Angaben eines Anwohners brummte der Kran bereits seit Stunden. Die Belastung trete inzwischen zum dritten Mal an einem Sonntag auf – zusätzlich zum regulären Baulärm während der Woche und am Samstag.
Besonders ärgerlich: Auch diesmal war am Wochenende offenbar niemand erreichbar, der das Problem kurzfristig abstellen konnte. Die Polizei verfügte nach Angaben des Anwohners ebenfalls über keine Notfallnummer. Bei den bekannten Telefonnummern von SAGA und Otto Wulff liefen lediglich Anrufbeantworter.
Ich halte es für nicht hinnehmbar, dass bei einer Baustelle dieser Größenordnung am Wochenende niemand erreichbar ist, der bei einer technischen Störung eingreifen kann. Wenn ein Baukran stundenlang oder sogar über Nacht die Nachbarschaft mit einem dauerhaften Brummen beschallt, muss es eine funktionierende Notfallkette geben. Es kann nicht sein, dass die Anwohner bis zum nächsten Werktag warten müssen.
Nun reagiert Otto Wulff. Das Unternehmen entschuldigte sich bei den Betroffenen und erklärte, dass der betreffende Kran bereits untersucht worden sei. Die Ursache des Geräusches habe man weitgehend eingrenzen können. Allerdings hätten bislang noch nicht alle infrage kommenden Bauteile kurzfristig ausgetauscht werden können. Im Laufe dieser Woche sollen weitere Bauteile erneuert werden, um die Ursache endgültig zu beseitigen.
Zudem gibt es nun zumindest einen direkten Ansprechpartner: Der zuständige Projektleiter teilte mit, dass Betroffene ihn bei einem erneuten Auftreten des Geräusches unmittelbar per E-Mail oder WhatsApp kontaktieren können. Je früher das Unternehmen informiert werde, desto eher könne reagiert und eine längere Beeinträchtigung verhindert werden.
Das ist ein wichtiger Schritt. Trotzdem bleibt die Frage, warum es erst mehrere Vorfälle und Beschwerden brauchte. Bei einer derart großen Baustelle muss von Anfang an sichergestellt sein, dass auch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten jemand erreichbar ist, wenn technische Anlagen die Nachbarschaft massiv beeinträchtigen.
Jetzt müssen die angekündigten Reparaturen dafür sorgen, dass endlich Ruhe einkehrt. Ich werde das Thema weiter verfolgen.

