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Elbkinder-Geschäftsführerin bittet Politik um Hilfe: Rattenproblem betrifft ganz Steilshoop

Die Rattenplage in Steilshoop hat eine neue Dimension erreicht. Inzwischen sind die Tiere nicht mehr nur im Umfeld der Elbkinder-Kita am Gropiusring unterwegs, sondern haben auch das Gelände und das Gebäude der Kita erreicht. Dort werden täglich mehr als 200 Kinder mit und ohne Behinderung betreut.

Die Geschäftsführerin der Elbkinder Vereinigung Hamburger Kitas gGmbH, Katja Nienaber, hat sich deshalb mit einem Hilferuf an die vier Wahlkreisabgeordneten für Steilshoop gewandt. Dabei macht sie deutlich: Es geht längst nicht mehr allein um die Kita, sondern um ein Rattenproblem im gesamten Stadtteil.

Auf dem Kitagelände selbst haben die Elbkinder bereits reagiert. Ein Schädlingsbekämpfungsunternehmen wurde beauftragt, das Gelände wird täglich durch ein Fachunternehmen kontrolliert. Doch nach Einschätzung des Trägers können diese Maßnahmen allein das Problem nicht lösen. Für eine nachhaltige Eindämmung müssten die Ursachen im gesamten Umfeld der Kita angegangen werden.

Genau hier liegt aus meiner Sicht das entscheidende Problem. Die Rattenplage in Steilshoop überrascht mich überhaupt nicht. Seit Jahren weisen wir darauf hin, dass die Müllprobleme in Steilshoop ein Schlaraffenland für Ratten schaffen – doch der Senat hat den Stadtteil viel zu lange vernachlässigt.

Wer jetzt lediglich auf dem Gelände der Kita Ratten bekämpft, wird das Problem deshalb nicht dauerhaft lösen. Solange Ratten im Umfeld ausreichend Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten finden, werden sie immer wieder auf angrenzende Grundstücke gelangen. Deshalb müssen die Situation und insbesondere die Ursachen im gesamten Quartier betrachtet werden.

Besonders besorgniserregend ist, dass sich unmittelbar neben der betroffenen Kita der Campus Steilshoop mit der Schule am See und weiteren Einrichtungen befindet. Dort halten sich jeden Tag ebenfalls zahlreiche Kinder und Jugendliche auf.

Wir müssen sofort handeln, bevor sich die Ratten weiter ausbreiten. Es darf nicht passieren, dass nach der Kita auch noch der benachbarte Campus betroffen ist.

Der Hilferuf der Elbkinder-Geschäftsführerin sollte deshalb ernst genommen werden. Jetzt müssen Bezirksamt, zuständige Fachstellen, Eigentümer und weitere Beteiligte gemeinsam handeln. Neben der unmittelbaren Schädlingsbekämpfung müssen vor allem Müllprobleme und mögliche Nahrungsquellen konsequent beseitigt werden.

Die Kita ist aktuell besonders sichtbar betroffen. Das eigentliche Problem ist jedoch größer: Wir müssen die Rattenplage in Steilshoop insgesamt in den Griff bekommen.

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