Die Verkehrssituation im Tegelweg, insbesondere im Abschnitt zwischen „Am Luisenhof“ und „Vom-Berge-Weg“, sorgt seit längerer Zeit für Diskussionen unter Anwohnerinnen und Anwohnern. Durch die Baustellen in Bramfeld wird die Straße verstärkt als Ausweichroute genutzt, was zu Engstellen, stockendem Verkehr und Unsicherheiten im Begegnungsverkehr führt.
Auf Nachfrage macht der Senat deutlich: Eine einfache Lösung gibt es nicht.
Mehrere Probleme gleichzeitig
Nach Angaben des Senats ist der Tegelweg seit Jahren Gegenstand verschiedener verkehrlicher Herausforderungen. Neben nicht angepassten Geschwindigkeiten werden auch fehlende Querungsmöglichkeiten sowie die enge Straßenführung regelmäßig thematisiert.
Bereits im Jahr 2016 wurde daher das halbseitige Gehwegparken eingeführt. Hintergrund war die Buslinie 167, die den Tegelweg im Begegnungsverkehr nutzt. Insbesondere im Bereich einer Haltestelle auf Höhe Tegelweg 135 kam es zu Problemen, da die Fahrbahnbreite für zwei Busse gleichzeitig nicht ausreichte. Durch das Parken auf dem Gehweg sollte Platz geschaffen und gleichzeitig Parkraum erhalten bleiben.
Neue Probleme für Fußgänger
Diese Regelung führte jedoch zu neuen Schwierigkeiten. Wiederholt gingen Beschwerden ein, dass die Gehwege zu schmal seien. Bei einem Ortstermin stellte die Polizei fest, dass die verbleibende Gehwegbreite teilweise nur noch etwa 1,5 Meter betrug. Für Menschen mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen stellt dies eine erhebliche Einschränkung dar.
Die Folge: Das halbseitige Gehwegparken wurde wieder aufgehoben.
Haltverbot für den Busverkehr
Nach erneuter Prüfung kam die Polizei zu dem Ergebnis, dass parkende Fahrzeuge auf der Fahrbahn wiederum den Busverkehr erheblich behindern. Um Verzögerungen im öffentlichen Nahverkehr zu vermeiden, wurde daher im genannten Abschnitt ein absolutes Haltverbot auf einer Straßenseite angeordnet.
Abwägung ohne Ideallösung
Der Senat betont, dass alle Maßnahmen auf Grundlage einer sorgfältigen Abwägung erfolgt sind. Ziel sei es, sowohl die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer als auch die Funktionsfähigkeit des Busverkehrs sicherzustellen.
Gleichzeitig räumt der Senat ein, dass die aktuelle Regelung nicht für alle Beteiligten zufriedenstellend ist. Dennoch sehe man derzeit keine alternative Lösung, die den unterschiedlichen Anforderungen besser gerecht wird.
Keine erhöhte Gefahrenlage festgestellt
Nach aktuellem Stand liegen der Polizei keine Erkenntnisse über ein erhöhtes Unfallaufkommen oder besondere Gefahrenlagen in dem betroffenen Abschnitt vor. Auch aus dem Kreis der Stadtteilpolizisten seien keine entsprechenden Meldungen bekannt.
Die Situation im Tegelweg soll jedoch weiterhin beobachtet werden.
Appell an alle Verkehrsteilnehmer
Abschließend weist der Senat darauf hin, dass ein funktionierender Straßenverkehr nur durch gegenseitige Rücksichtnahme möglich ist. Gerade in engen Straßen wie dem Tegelweg sei ein kooperatives Verhalten aller Beteiligten entscheidend.


