Skip to content Skip to footer

Farmsener TV: Aus Fertigstellung 2023 wird weiter Warten ohne Termin

Der Ersatzneubau des Vereins- und Stadtteilzentrums des Farmsener Turnvereins sollte ursprünglich längst fertig sein. Nach den damaligen Planungen wurde die Baugenehmigung bereits für das zweite Quartal 2021 erwartet. Auch der Baubeginn war für 2021 vorgesehen. Die Fertigstellung sollte im ersten Quartal 2023 erfolgen.

Daraus wird nichts. Mehr als drei Jahre nach dem ursprünglich geplanten Fertigstellungstermin liegt bis heute keine Baugenehmigung vor.

Der Senat führt eine lange Liste von Gründen an: Die Coronapandemie, zusätzliche Beteiligungsverfahren, die notwendige Erneuerung technischer Infrastruktur auf dem Grundstück, die anschließende Neuplanung der Freiflächen, die Schließung des ursprünglich beauftragten Architekturbüros, Wechsel im Vereinsvorstand, personelle Veränderungen im Bezirksamt sowie der Wechsel des Realisierungsträgers vom Amt für Bauordnung und Hochbau zu GMH.

Hinzu kamen Verhandlungen mit einem Grundstücksnachbarn über eine notwendige Baulast. Diese Verhandlungen konnten nach Angaben des Senats erst Mitte Mai 2026 erfolgreich abgeschlossen werden.

Besonders bemerkenswert: Obwohl der Senat inzwischen erklärt, dass keine Risiken für die Erteilung der Baugenehmigung mehr bestehen, kann er weiterhin keinen Termin für deren Erteilung nennen. Zwar seien die bekannten Nachforderungen abgearbeitet, gleichzeitig werde aber noch mit weiteren Nachforderungen gerechnet. Die notwendigen Fristen gegenüber den beteiligten Behörden seien noch nicht abgelaufen.

Auch beim Sportrahmenvertrag gibt es keinen konkreten Zeitplan. Dieser soll erst während der Bauzeit abgeschlossen werden, wenn absehbar ist, wann der Verein das neue Gebäude tatsächlich nutzen kann.

Für die Mitglieder des Farmsener TV bleibt damit vor allem eine Erkenntnis: Während ursprünglich eine Fertigstellung Anfang 2023 angekündigt wurde, gibt es inzwischen weder eine Baugenehmigung noch einen belastbaren Termin für Baubeginn oder Fertigstellung.

Der Vorgang zeigt erneut ein bekanntes Muster öffentlicher Bauprojekte. Früh werden Zeitpläne genannt. Treten Probleme auf, folgen immer neue Verzögerungen. Am Ende weiß niemand mehr, wann das Projekt tatsächlich fertig wird. Für einen der größten Sportvereine Hamburgs und die vielen Nutzer des geplanten Stadtteilzentrums ist das keine zufriedenstellende Situation.

Quelle: Bürgerschaftsdrucksache 23/4370