Die Freiwillige Feuerwehr Bramfeld steht zunehmend unter Druck. Wehrführer Oliver Wendt hat sich mit einem deutlichen Hilferuf an die Stadtteilkonferenz gewandt – die räumliche Situation an der Wache ist längst an ihre Grenzen gestoßen.
Mit jährlich rund 240 bis 280 Einsätzen – im vergangenen Jahr sogar etwa 320 – ist die FF Bramfeld eine tragende Säule der Gefahrenabwehr im Stadtteil. Doch ausgerechnet jetzt wird es immer schwieriger, die vorgegebenen Ausrückzeiten einzuhalten. Während früher innerhalb von drei Minuten ausgerückt werden konnte, liegt die Zeit inzwischen häufig bei sieben bis zehn Minuten.
Ein wesentlicher Grund: die zahlreichen U-Bahnbauarbeiten im Umfeld. Baustellen, Sperrungen und Staus verlängern die Anfahrtswege für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte erheblich. Besonders problematisch war zuletzt die Sperrung der Fuchswiese für Baumaterial und Container. Viele Kameradinnen und Kameraden – oft mit dem Fahrrad unterwegs – mussten längere Wege in Kauf nehmen und trafen entsprechend später an der Wache ein. Erst nach Protesten wurde zumindest eine Zugangstür in den Bauzaun integriert.
Doch die strukturellen Probleme gehen weit darüber hinaus.
Das Feuerwehrhaus aus dem Jahr 1968 ist für die heutige Mannschaftsstärke und den modernen Einsatzbetrieb deutlich zu klein. Schulungsräume sind so beengt, dass zunächst Einsatzfahrzeuge herausgefahren werden müssen, um Platz zu schaffen. Für 37 Mitglieder der Einsatzabteilung stehen lediglich 35 Quadratmeter Schulungsfläche zur Verfügung. Auch die sanitären Anlagen sind unzureichend – es existieren zusammen nur zwei Toiletten für Frauen und Männer.
Hinzu kommt: Teile der Ausrüstung mussten bereits ausgelagert werden. Das Dekontaminationsfahrzeug steht seit sechs Jahren im Freien – Wind und Wetter ausgesetzt. Die Folgen sind Wasserschäden und Schimmelbildung am Fahrzeug.
Als weitere Belastung nennt Wehrführer Wendt die verkehrliche Situation rund um den neuen Kreisverkehr in der Ellernreihe. Das Rangieren der Einsatzfahrzeuge werde durch den dichten Verkehr und die vielen Schülerinnen und Schüler im Umfeld zunehmend erschwert.
Die Botschaft der FF Bramfeld ist eindeutig: Die derzeitige Situation stellt eine große Herausforderung dar – für die Einsatzkräfte ebenso wie für die Sicherheit im Stadtteil.
Die Freiwillige Feuerwehr benötigt dringend räumliche Alternativen – möglichst in der Nähe des bisherigen Standorts. Nur so kann die Einsatzbereitschaft langfristig gesichert werden.

