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Hamburger Senat verteufelt Gasheizungen – baut sie auf den eigenen Gebäuden aber weiter ein

Der Hamburger Senat wirbt seit Jahren für den Abschied von fossilen Heizungen. Bürgerinnen und Bürger sollen möglichst auf Wärmepumpen oder andere klimafreundliche Heizsysteme umsteigen. Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Senatsantwort: Ausgerechnet auf den eigenen Gebäuden setzt Hamburg auch künftig weiterhin auf neue Gasheizungen.

Der Senat räumt ausdrücklich Ausnahmen ein. So seien neue Gasheizungen etwa bei Heizungshavarien oder zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit weiterhin sinnvoll. In Einzelfällen sollen sogar neue gasbetriebene Spitzenlastkessel eingebaut werden.

Besonders deutlich wird der Widerspruch bei der SAGA. Allein dort werden nach den aktuellen Senatsangaben in mindestens 14 Fällen bestehende Gasheizungen wieder durch neue Gasheizungen ersetzt. Für diese Vorhaben ist der Einbau im Jahr 2026 bereits verbindlich beauftragt oder erfolgt.

Der Senat erzählt den Hamburgerinnen und Hamburgern seit Jahren, Gasheizungen seien praktisch ein Auslaufmodell. Gleichzeitig baut er auf den eigenen Gebäuden selbst weiter neue Gasheizungen ein. Allein die SAGA ersetzt in mindestens 14 Fällen Gasheizungen erneut durch Gasheizungen. Wie kann man den Menschen erklären, sie sollten auf Gas verzichten, wenn man selbst genau diesen Weg geht? Man kann nicht verteufeln, was man selbst weiterhin nutzt. Wer Ausnahmen für die eigenen Gebäude in Anspruch nimmt, muss dieselben Maßstäbe auch gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern anlegen. Klimaschutz braucht Ehrlichkeit statt Doppelmoral.

Quelle: Bürgerschaftsdrucksache 23/4669, Antwort zu Frage 27 sowie Anlagen 16, 17 und 18