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Hamburgs Wasserverbrauch steigt bei Hitze deutlich – HAMBURG WASSER plant Kapazitätsausbau

Die heißen Sommertage stellen die Hamburger Wasserversorgung zunehmend vor Herausforderungen. Nach Angaben von HAMBURG WASSER wurden Ende Juni an mehreren Tagen mehr als 400.000 Kubikmeter Trinkwasser pro Tag verbraucht. Am Spitzentag lag der Verbrauch sogar bei rund 420.000 Kubikmetern. Die derzeitige maximale Aufbereitungskapazität beträgt 470.000 Kubikmeter täglich.

Nach Einschätzung von HAMBURG WASSER sind dabei nicht einzelne heiße Tage das größte Problem, sondern immer häufiger auftretende längere Hitze- und Trockenperioden. Sie führen dazu, dass der Wasserverbrauch über einen längeren Zeitraum auf einem sehr hohen Niveau bleibt.

Ausbau der Wasserwerke geplant

Um die Versorgung auch künftig sicherzustellen, plant HAMBURG WASSER einen weiteren Ausbau der Kapazitäten. Künftig sollen bis zu 500.000 Kubikmeter Trinkwasser pro Tag bereitgestellt werden können. Dafür sind Investitionen in neue Brunnen sowie in die Wasserwerke vorgesehen.

Grundwasser derzeit noch ausreichend

Nach Angaben des Unternehmens ist die Versorgung mit Grundwasser derzeit nicht gefährdet. Rund zwei Drittel des Hamburger Trinkwassers stammen aus tiefen Grundwasserleitern in 100 bis 400 Metern Tiefe. Diese reagieren nur sehr langsam auf Niederschläge. Während sich die Grundwasservorräte nach den trockenen Jahren zwischen 2018 und 2022 zunächst wieder erholen konnten, waren die vergangenen beiden Winter vergleichsweise trocken. Insgesamt bewertet HAMBURG WASSER die Lage derzeit jedoch noch als stabil.

Klimawandel verändert den Wasserbedarf

Der Klimawandel wird nach Einschätzung von HAMBURG WASSER künftig vor allem den saisonalen Wasserbedarf erhöhen. Deshalb setzt das Unternehmen auf langfristige Investitionen, eine vorausschauende Bewirtschaftung der Grundwasserressourcen und technische Modernisierung.

Zugleich appelliert HAMBURG WASSER an die Bevölkerung, Trinkwasser bewusst zu nutzen. Bereits einfache Maßnahmen wie das Gießen von Pflanzen in den frühen Morgen- oder Abendstunden oder der sparsame Umgang beim Befüllen von Pools könnten dazu beitragen, die Versorgungssysteme in Hitzeperioden zu entlasten.

Die Zahlen zeigen: Hamburg verfügt derzeit zwar noch über ausreichende Reserven. Gleichzeitig wird aber deutlich, dass der Klimawandel auch bei der Trinkwasserversorgung zunehmend Investitionen und langfristige Planungen erforderlich macht.