Wie steht es um die Hunde in Hamburg? – Anzahl der Steuerkonten um 2.656 gestiegen – CDU fordert weitere Hundewiese in Bramfeld – 34 Mio. Gassibeutel verteilt

Im Jahr 2018 hat die Stadt Hamburg 4,2 Millionen Euro und im Jahr 2019 rund 4,4 Millionen Euro über die Hundesteuer eingenommen.

 

Mit Drucksache 22/821 teilt der Senat mit, dass in der Hamburger Steuerschätzung vom Mai 2020 Einnahmen aus der Hundesteuer in Höhe von 4 Mio. EUR für das Jahr 2020 prognostiziert wurden.

 

Die letzte Erhöhung der Hundesteuer erfolgte im Jahr 1995. Eine Erhöhung ist laut Senat nicht vorgesehen.

Es sind insgesamt 135 Auslaufzonen gemäß § 8 Absatz 3 Hundegesetz ausgewiesen (Stand: 14. Januar 2020). Aus meiner Sicht haben wir in Hamburg zu wenige davon.

 

Daher fordert die CDU-Bramfeld/Steilshoop, dass eine ungenutzte Fläche in Hamburg-Bramfeld in eine Hundewiese umgewandelt wird. Schließlich ist die Zahl der Steuerkonten von Hundehaltern von 50.818 im Jahr 2019 auf 53.474 gestiegen. Für diese Fläche ist bisher keine Nutzung vorgesehen. Eine eingezäunte Hundewiese bietet sich regelrecht an.

 

Die Stadtreinigung verteilt sogenannte Gassibeutel kostenlos an Hundebesitzer. Im Jahr 2017 waren es 31,3 Millionen Stück. Im Jahr 2018 waren es 34 Mio., im Jahr 2019 31,9 Mio. und im Jahr 2020 bisher 15,7 Mio.

 

Die Beutel bestehen aus Polyethylen hoher Dichte (HDPE) und sind damit prinzipiell recycelbar. Befüllt mit Hundekot ist ein Recycling aufgrund von Hygienevorschriften nicht zulässig. Eine Reinigung der Beutel für ein Recycling nach Nutzung ist nicht sinnvoll möglich. Es sind aktuell keine Änderungen an der Beschaffungspraxis geplant.

 

Hier bleibt fraglich, ob es zu den Gassibeutel eine Alternative gibt, die umweltverträglicher ist. Traurig, dass die Stadt Hamburg keine weiteren Prüfungen diesbezüglich plant.

 

Das Anbringen von Hundekotbeuteln an öffentlichen Papierkörben ist übrigens nicht geplant. Nach einer Testphase mit negativen Erfahrungen (Zweckentfremdung, Vandalismus) der Stadtreinigung wurde das Ansinnen aufgegeben.

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Kommentare: 2
  • #1

    Gita Ekberg (Sonntag, 09 August 2020 09:59)

    Sehr geehrter Herr Kappe,
    die Antwort des Senates auf Ihre Anfrage ist ja nur die halbe Wahrheit. Der Senat nimmt Bezug auf die Anzahl der Steuerkonten. Das sagt über die tatsächliche Zahl der Hunde gar nichts aus, denn EIN Steuerkonto kann ja mehrere Hunde enthalten. Der Senat hat also sehr tricky geantwortet. In 2018 war die Zahl der Hunde tatsächlich schon bei rund 80.000. Und die Tendenz ist steigend, auch durch den Zuzug von Menschen nach Hamburg, die Pandemie tut ihr Übriges, mehr Menschen schaffen sich Hunde an, um dem Alleinsein zu entkommen. In Lurup solle eine große, umzäunte Hundeauslauffläche ersatzlos gestrichen werden. Dagegen versuchen wir als Hundehalter seit mehreren Jahren gegenzusteuern. Bislang erfolglos. Sollten Sie sich interessieren, nehmen Sie gern Kontakt zu mir auf.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Gita Ekberg

  • #2

    Kaisen (Donnerstag, 17 September 2020 18:48)

    die steigende Anzahl von Hunden bringt eine fatale Entwicklung mit sich, der sich wahrscheinlich kaum ein Politiker entgegenstellen wird, wegen nötiger, unpopulärer Maßnahmen. Aber: eine Stadt ist nun einmal begrenzt aufnahmefähig, auch was Menschen, Autos, Fahrräder usw. betrifft.