Die beiden U-Bahn-Standorte U-Bahnhof Berne und U-Bahnhof Trabrennbahn machen deutlich, wo die rot-grüne Verkehrspolitik in Hamburg scheitert. Obwohl beide Anlagen eine zentrale Funktion für Pendlerinnen und Pendler haben, sorgen die weiterhin erhobenen Park-and-Ride-Gebühren dafür, dass ihr Potenzial nicht ausgeschöpft wird – mit spürbaren Folgen für die angrenzenden Wohngebiete.
Hohe Auslastung, hoher Parkdruck
In Berne stehen aktuell 191 P+R-Stellplätze zur Verfügung. Die durchschnittliche Auslastung lag 2025 bei 85 Prozent. Das zeigt klar: Der Bedarf ist da. Gleichzeitig sind die umliegenden Straßen regelmäßig komplett zugeparkt. Viele Autofahrer weichen aus, um die Gebühren zu umgehen – zulasten der Anwohner.
An der Trabrennbahn stehen lediglich 89 Stellplätze zur Verfügung, die 2025 zu 64 Prozent ausgelastet waren. Auch hier zeigt sich: Statt die vorhandene Infrastruktur konsequent zu nutzen, wird in den Wohnquartieren drumherum geparkt. Das ist weder verkehrspolitisch sinnvoll noch fair gegenüber den Menschen vor Ort.
CDU: Gebühren abschaffen, Parkdruck senken
Die CDU fordert seit Jahren die kostenlose Nutzung der P+R-Anlagen. Wer den Umstieg vom Auto auf die Bahn wirklich will, darf keine zusätzlichen Hürden aufbauen. Die von der SPD 2014 eingeführten Gebühren haben genau das Gegenteil bewirkt: P+R-Plätze bleiben teilweise frei, während die Wohnstraßen überlastet sind.
Zeit für einen Kurswechsel
Berne und Trabrennbahn zeigen exemplarisch, dass das derzeitige System nicht funktioniert. Die Gebühren gehören abgeschafft, damit P+R-Anlagen wieder das leisten, wofür sie gebaut wurden: Autos aus den Quartieren holen, den ÖPNV stärken und die Anwohner entlasten.
Es wird Zeit, umzusteuern – im Interesse der Pendler und der Stadtteile gleichermaßen.
Quelle: Drucksache 23/2815

