Regionalausschuss: Themen u. a. Wiederherstellung Brücke Bramfelder See, neue Hundeauslaufzonen am Appelhoffweiher, neue Zugänge zum Ohlsdorfer Friedhof

Heute tagte der Regionalausschuss Bramfeld/Steilshoop/Farmsen-Berne zum letzten Mal in diesem Jahr.

 

Die Tagesordnung finden Sie hier:

(https://sitzungsdienst-wandsbek.hamburg.de/bi/to010.asp?SILFDNR=1001907)

 

Bitte klicken Sie auf „mehr lesen“, um zur Zusammenfassung der einzelnen Themen und Beschlüsse zu gelangen. Es wird spannend!

 

 

die derzeitige „Brücke“
die derzeitige „Brücke“

Wiederherstellung der Brücke am Bramfelder See

 

Viele Anwohner/innen beschweren sich, dass die versprochene Brücke über den Bramfelder See immer noch nicht gebaut ist.

 

Auf Initiative der CDU-Fraktion wurde 2015 einstimmig beschlossen, dass wieder eine Brücke über den Bramfelder See ertüchtigt werden soll.

 

Das Bezirksamt Wandsbek ist leider so unterfinanziert, dass hier immer noch keine Maßnahme erfolgte. Traurig, dass der Senat die Bezirke so im Stich lässt.

 

Heute wurde beschlossen: Die Verwaltung wird gebeten, die Wiederherstellung der Brücke, die derzeit nur aus einem Brett besteht, in Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Friedhofstors in der unmittelbaren Umgebung zu betrachten.

 

Durch die Verknüpfung soll mehr Bewegung in die Installation einer Brücke kommen, da sie so noch mehr Sinn für Spaziergänger/innen und Friedhofsbesucher/innen ergeben würde.

 

Instandhaltung der Fahrradwege an der Steilshooper Allee

 

Anwohner beschweren sich, dass die Radwege an der Steilshooper Allee kaum noch nutzbar sind. Dies hat mir der Senat auf meine Kleine Anfrage (Drs. 21-1656.1) bereits mitgeteilt. In Bramfeld wurde seit FÜNF Jahren kein Radweg saniert. (https://www.sandrokappe.de/fahrradwege-wandsbek/) Der Senat verspricht, den Radverkehr zu verbessern. Die Radwege bei uns werden offensichtlich sträflich vernachlässigt.

 

Die Eingabe des Petenten/der Petentin, die Verwaltung zu bitten, die Fahrradwege der Steilshooper Allee zu ertüchtigen, wurde beschlossen. Ich hoffe, dass das Bezirksamt dieser Aufforderung nachkommt.

das Kriegerdenkmal in Bramfeld
das Kriegerdenkmal in Bramfeld

Projekt Denkmal am alten Bramfelder Teich

 

Einige Anwohner/innen sprechen sich gegen die Umplanung des Kriegerdenkmals am Bramfelder See aus. Aus deren Sicht wird zu viel Natur versiegelt. Es handelt sich hierbei um ein Projekt einer Friedensinitiative.

 

Der erarbeitete Kompromiss wurde einstimmig von allen Fraktionen mitgetragen. Fraglich bleibt, ob die Kosten für den Umbau zur Verfügung gestellt werden können.

 

CDU-Bezirksabgeordneter Philipp Hentschel betonte im Regionalausschuss, dass bisher nur Geld für die Machbarkeitsstudie ausgegeben wurde.

 

Am Siegerentwurf ließe sich nicht mehr rütteln. Doch die Umgebung des Kunstwerkes kann durchaus noch demokratisch beeinflusst werden. Beschlossen wurde, dass die Verwaltung gebeten wird, die Anwohner/innen bei der Planung der Umgebung des Ehrenmals zu beteiligen.

 

Es wäre zudem möglich, dass sich Anwohner/innen beim Arbeitskreis Denkmal vorstellig würden und ihre Bedenken und Vorschläge einbringen.

 

 

Einspruch gegen geplante Metallbügel auf dem Gehweg der Straße Eenstock

 

Zwei Anwohner/innen, die heute vor Ort waren, sprechen sich gegen die geplanten Metallbügel auf dem Gehweg der Straße Eeenstock aus. Die Straße sei sehr eng – Autofahrer/innen müssten sich gegenseitig oft in der Form ausweichen, als dass sie ein Stück auf den Gehsteig fahren müssten. Es sei die berechtigte Sorge vorhanden, dass Rettungskräfte, die Feuerwehr und Polizei im Notfall nicht weiterfahren könnten und eben nicht auf den Gehsteig wegen der Metallbügel ausweichen könnten.

 

Die Polizei hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt: Die Schulleiterin am Eenstock wollte die Metallbügel gerne in die Debatte einbringen. Der Wegewart sagt jedoch, die Planung gäbe es so konkret noch nicht. Erst wenn die Überplanung der Straße ansteht, wird auch über diese Frage der Metallbügel nachgedacht.

 

Eine konkrete Planung von jetzt auf gleich sei nicht vorhanden. Demokratische Beteiligungsmöglichkeiten gibt es bei der Überplanung der Straße zudem in Zukunft. Die Petenten bekommen eine schriftliche Antwort auf ihre Eingabe und waren erst einmal beruhigt, dass diese Bügel nicht unmittelbar bevorstehen.

noch steht hier das alte, abzureißende Pumpwerk
noch steht hier das alte, abzureißende Pumpwerk

Hundeauslaufzonen im Bezirk Wandsbek; Antrag der CDU-Fraktion

 

Die CDU-Fraktion beantragt eine neue Hundeauslaufzone am Appelhoffweiher. Das Grundstück wird durch den Abriss eines alten Pumpwerkes frei. Bisher hatte die rot-grüne Koalition diesen Antrag immer vertagt. Nun teilt die Umweltbehörde mit, dass eine Nutzung durch den Bezirk ausdrücklich gewünscht ist.

 

Dem Antrag wurde nun interfraktionell zugestimmt: Das Bezirksamt wird gebeten, das Flurstück 530 von Hamburg Wasser zu kaufen, eine Sitzbank aufzustellen und dieses umzäunte Gebiet als Hundeauslaufzone zu führen. Der Abriss des sich noch dort befindenden Pumpwerks ist bereits beschlossene Sache.

Zugänge Ohlsdorfer Friedhof: Interfraktioneller Antrag der Fraktion Die Grünen und der SPD-Fraktion

 

Der Ohlsdorfer Friedhof soll neue Zugänge vom Bramfelder See erhalten. Bei der Vorstellung durch die Friedhofsverwaltung haben sich die Fraktionen für zwei Zugänge ausgesprochen. Die Friedhofsverwaltung meinte, dass nur ein Zugang möglich sei. Nun beantragt Rot-Grün zwei Zugänge.

 

Dies ist zu begrüßen. Hoffentlich kann sich Rot-Grün bei seinem Senat durchsetzen. Nicht, dass sich die Bezirksversammlung wie beim abgewirtschafteten Toilettenhäuschen am Bramfelder See dafür ausspricht und der Senat den Beschluss einfach nicht umsetzt.

 

Der Regionalausschuss hat sich nach kurzer Abstimmungsphase darauf geeinigt, Variante 2 als Vorschlag für das Bezirksamt und die Hamburger Friedhöfe AöR zu favorisieren. Dieser vielleicht zukünftige Eingang liegt in Höhe des T-Teiches am Bramfelder See und würde rasch zu Kapelle 9 führen. Dies ist freilich nur der Favorit, falls nur ein neuer Eingang statt zwei zum Friedhof möglich ist. Besser würden es alle Parteien finden, wenn zwei neue Eingänge gebaut würden.

 

Als Top-Argument gegen einen zweiten neuen Eingang am Bramfelder See nennt der Friedhofsreferent die hohen laufenden Kosten für das Sichern, das nächtliche Verschließen und morgendliche Öffnen des zusätzlichen Tores.

 

CDU-Bezirksabgeordneter Philipp Hentschel hält dagegen, dass sich hier auf elektronische Selbstschließsysteme zurückgreifen ließe, die erhebliche Personalkosten einsparen könnten. Die Friedhofsverwaltung hat diese Möglichkeit bisher nicht geprüft. Hoffen wir, dass sie sich damit auseinandersetzt.

Appelhoffweiher: Ölfilm zukünftig verhindern; Antrag der CDU-Fraktion

 

Mit Drs. 22/1493 teilt der Senat mit, dass der zuständigen Behörde seit dem Jahr 2000 insgesamt zwölf Gewässerverunreinigungen durch einen Ölfilm auf dem Regenrückhaltebecken Appelhoffweiher gemeldet worden sind. Die letzten Meldungen erfolgten am Sonntag, den 16. Februar 2020 sowie am Sonntag, den 12. April 2020.

 

Mit Drucksache 22/1614 teilt der Senat mit, dass Leichtflüssigkeitsabscheider derlei Vorfälle in Zukunft verhindern können. Die CDU-Fraktion hat daher die Einrichtung von Leichtflüssigkeitsabscheidern beantragt.

 

Heute wurde dieser Antrag in den Ausschuss für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz überwiesen und wird dort weiter behandelt.

 

Fahrradweg in der Straße Barmwisch sicherer gestalten

 

Der Fahrradweg in der Straße Barmwisch ist nicht mehr verkehrssicher. Die CDU fordert hier eine Überarbeitung. An diesem Antrag (Drs. 21-2378) sieht man sehr gut, wie sich Engagement in der Lokalpolitik auszahlt. Denn schon umgesetzt ist der Punkt, dass das Teilstück der Straße, um das es geht, schon in die Plakataktion „Geisterradler“ aufgenommen wurde. Punkt 1 wurde zurückgezogen, Punkt 3 vom Regionalausschluss heute beschlossen.

 

Weg am Rückhaltebecken Osterbek/Moorgrund ertüchtigen

 

Die CDU-Fraktion bittet das Bezirksamt Wandsbek, den Rundweg um das Rückhaltebecken an der Osterbek/Moorgrund gerade im nördlichen Teil zu ertüchtigen, damit auch Anwohner/innen mit Einschränkungen diesen nutzen können. Dieser Antrag wurde heute angenommen und ungeändert beschlossen.

Zukünftige Planungen des Ohlsdorfer Friedhofs

 

Ein Referent der Hamburger Friedhöfe war heute vor Ort und hat den Regionalausschuss und seine Besucher/innen über die zukünftigen Planungen informiert.

 

Am Tag, als die neue Schranke an der Mittelallee/Ida-Ehre-Allee in Betrieb ging, gab es auch eine Aufsichtsratssitzung, in der eine weitgehende Reorganisation geplant wurde. Zu den Beschlüssen gehört, dass alle Friedhofsgärtnereien abgerissen werden, aus Denkmalschutzgründen ausgenommen die an der Cordesallee. Alle anderen werden an der Sorbusallee zentralisiert. Im Zentrum des Ohlsdorfer Friedhofs wird ein Kundenzentrum entstehen.

 

Das Projekt „Ohlsdorf 2050“ ist abgeschlossen, doch die neue Friedhofsdoktrin wird weiter verfolgt im Nachfolgeprojekt „Ohlsdorf bewegt“. Künftig wird der Friedhof von seinen 380 Hektar nur noch 110 Hektar für die Grabstätten benötigen, der Rest wird eine geruhsame Landschaft, ein erholsamer Park.

 

Es wird moderne, plastische Informations- und Orientierungswände geben und einen Schilderwall. Dass man sich hier zukünftig noch verläuft oder nicht weiß, wo man ein Picknick veranstalten darf und wo nicht, wird es wohl nicht mehr geben. Zudem wird es mehr Kulturangebote geben, die Kapelle 3 wird bspw. die „Kapelle der Möglichkeiten“ mit z. B. Kunstinstallationen. In jedem Fall wird der Friedhof nicht nur für Spaziergänger/innen (und natürlich Grabbesucher/innen) interessant, sondern auch als Kulturinstitution und Erholungsort, an dem man verbleiben kann.

 

Die alte Friedhofsordnung, bei der man sich kaum irgendwo hinsetzen durfte, ist Geschichte. Der Friedhof wird sich öffnen und weitere Nutzungsgruppen einladen. Es sollen 12.000 Quadratmeter Fläche entsiegelt werden. Das höre ich gerne, denn entsiegelte Fläche nimmt das Regenwasser auf, sorgt so für einen besseren Grundwasserspiegel und kühlende Verdunstung und entlastet ganz nebenbei das Klärwerk.

 

Zur Schranke sagte der Referent, dass es bis jetzt über 1.000 Eingaben gab, darunter auch viele positive, denn nun gibt es deutlich weniger Autoverkehr auf dem Friedhof. Wir als CDU schlagen hier vor, am Wochenende und idealerweise auch außerhalb der Rushhour in der Woche die Schranke offen zu lassen. Bisher sind wir mit dem Vorschlag auf taube Ohren gestoßen.

 

Der Referent sprach davon, dass Grabbesucher, die zwei Gräber an unterschiedlichen Stellen besuchen, eine Chipkarte beantragen können. Trauerfeuerteilnehmer würden selbstverständlich auch immer rein- und wieder rauskommen, wenn sie sich am Sprachsystem der Schranke anmelden.

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