Am 4. September 2026 habe ich das Sozialkaufhaus Hope’s House im Maimoorweg in Bramfeld besucht. Ich wollte mir vor Ort anschauen, wie das Angebot funktioniert und wer dahintersteht. Mein Eindruck nach dem Besuch: Hier wird mit viel Engagement gearbeitet – und das Angebot sollten deutlich mehr Bramfelderinnen und Bramfelder kennen.
Das Sozialkaufhaus bietet gut erhaltene Kleidung, Haushaltswaren, Spielzeug, kleinere Elektrogeräte und viele weitere Dinge des täglichen Lebens zu günstigen Preisen an. Daneben gibt es ein Familienrestaurant, in dem Berechtigte ebenfalls vergünstigt essen können.
Wichtig ist dabei: Das Angebot richtet sich nicht ausschließlich an Menschen, die Grundsicherung beziehen. Auch Menschen mit einem geringen Einkommen können unter bestimmten Voraussetzungen eine Kundenkarte erhalten. Wer unsicher ist, ob er berechtigt ist, sollte sich einfach direkt vor Ort informieren.
Gebraucht heißt hier nicht minderwertig
Besonders beeindruckt hat mich, mit welcher Sorgfalt die gespendeten Sachen behandelt werden.
Kleidung wird nicht einfach angenommen und anschließend auf einen Bügel gehängt. Die Stücke werden geprüft, gewaschen und gebügelt, bevor sie in den Verkauf kommen. Auch gespendete Elektrogeräte werden kontrolliert.
Und die Genauigkeit geht noch weiter: Bei einem Puzzle mit 1.000 Teilen wird tatsächlich geprüft, ob auch 1.000 Teile vorhanden sind. Denn auch bei kleinen Preisen soll niemand nach Hause gehen und feststellen müssen, dass das gekaufte Produkt unvollständig oder nicht brauchbar ist.
Das zeigt den Anspruch des Teams: Sozialkaufhaus bedeutet hier ausdrücklich nicht Ware zweiter Klasse.
Spenden werden dringend gebraucht (Dienstag und Donnerstag von 9 bis 15 Uhr abgebbar)
Damit dieses Angebot funktioniert, ist Hope’s House auf gut erhaltene Sachspenden angewiesen. Deshalb mein Aufruf: Bevor gute Dinge im Müll landen, überlegen Sie bitte, ob sie hier noch gebraucht werden können.
Gesucht werden beispielsweise gut erhaltene Kleidung, Haushaltsgegenstände, Spielzeug und kleinere Elektrogeräte. Bei größeren Gegenständen sollte man vorher nachfragen; als Orientierung sollten die Sachen möglichst nicht wesentlich größer als beispielsweise eine Mikrowelle sein.
Wichtig ist allerdings: Es geht um Dinge, die tatsächlich noch gut erhalten und weiterverwendbar beziehungsweise verkäuflich sind. Das Sozialkaufhaus ist keine Entsorgungsstelle. Wer gute Sachen übrig hat, kann damit aber unmittelbar etwas Sinnvolles für andere Menschen tun.
Mehr als ein günstiger Laden
Mindestens genauso wichtig wie das Angebot für die Kundinnen und Kunden ist die soziale Aufgabe hinter dem Projekt. Hier bekommen Menschen, die längere Zeit ohne Arbeit waren, eine Aufgabe, Tagesstruktur, praktische Erfahrungen und damit auch die Chance, wieder eine berufliche Perspektive zu entwickeln.
Bei meinem Besuch konnte man sehen, wie viel Arbeit hinter dem Betrieb steckt: Waren annehmen und kontrollieren, Kleidung waschen und bügeln, Elektrogeräte prüfen, sortieren, verkaufen und gleichzeitig das Restaurant betreiben.
Und vor allem habe ich eine Mannschaft erlebt, bei der man merkt, dass die Menschen gerne zusammenarbeiten. Das ist für mich eine der großen Stärken dieses Projekts.
Hope’s House verbindet damit mehrere wichtige Aufgaben: Es hilft Menschen mit kleinem Geldbeutel, gibt gebrauchten Dingen ein zweites Leben, vermeidet Abfall und unterstützt Menschen auf ihrem Weg zurück in den Arbeitsalltag. Gleichzeitig stärkt es die soziale Infrastruktur bei uns in Bramfeld.
Mein Fazit nach dem Besuch ist deshalb eindeutig: Ein tolles Projekt mit einem tollen Team, das Unterstützung verdient.
Wer also zu Hause den Kleiderschrank aussortiert, gut erhaltene Haushaltsgegenstände nicht mehr benötigt oder ein funktionierendes kleineres Elektrogerät übrig hat: Nicht wegwerfen – bei Hope’s House in Bramfeld nachfragen und spenden. Damit bekommt ein guter Gegenstand ein zweites Leben und hilft gleichzeitig einem sozialen Projekt direkt bei uns im Stadtteil.















