In Steilshoop hat sich die soziale Situation der Einwohner/innen in einem statistischen Gebiet im Vergleich zum letztjährigen Sozialmonitoring verschlechtert. Im 10-Jahres-Vergleich sind sogar zwei statistische Gebiete abgerutscht. Die Mehrheit der Bevölkerung Steilshoops – 13.094 von etwa 20.000 – lebt in Wohngebieten mit einem Statusindex „niedrig“ oder „sehr niedrig“. Auch der Dynamikindex, der Trend also, gibt keinen Anlass zur Hoffnung, er ist in Steilshoop durchgehend „stabil“, was unverändert heißt.
Ein Gebiet mit Verschlechterung als eines von 25 Gebieten in Hamburg mit Verschlechterung zum Vorjahr: Der nordöstliche Borchertring mit der Hans-Mahler-Straße, der Schurekstraße und des Otto-Burrmeister-Rings. Das Gebiet wurde von Statusindex hoch auf mittel zurückgestuft.
Im 10-Jahres-Vergleich ist das Gebiet der Ringe abgerutscht, das begrenzt wird von der Gründgensstraße im Süden, dem Mittelweg im Norden, dem westlichen Edwin-Scharff-Ring im Westen und dem westlichen Gropiusring. Diese vier Wohnringe sind im 10-Jahres-Vergleich von niedrig auf sehr niedrig zurückgestuft.
Einen sehr niedrigen Statusindex weisen zudem auf: Die beiden Wohnringe links und rechts der Fehlinghöhe und links und rechts des Schreyerrings, inklusive des Einkaufszentrums.
Einen niedrigen Status weisen folgende Gebiete auf: die vier Ringe im Nordwesten Steilshoops (nördlich des Mittelwegs), der César-Klein-Ring und alle Gebiete im Süd-Westen Steilshoops (begrenzt durch die Gründgensstraße und Steilshooper Straße).
Senat muss Steilshoop stärker in den Fokus nehmen
Der Senat hat in Steilshoop in Bezug auf die soziale Lage der Bewohner wenig erreicht. Und dass, obwohl tausende Sozialwohnungen in den letzten Jahren aus der Mietpreisbindung gefallen sind. Hier muss mehr getan werden, um mehr Mittelschichtsfamilien in den Stadtteil zu locken, damit sich das soziale Gefüge entspannt. Zudem muss in Bildung, Ausbildung und Fortbildung investiert werden. Es kann nicht sein, dass es Schulabgänger ohne Abschluss gibt, die deutsche Sprache vernachlässigt wird und Erwachsene keinen Berufsabschluss haben bzw. ihrer nicht anerkannt wird. Bildung und Teilhabe am Arbeitsmarkt müssen verbessert werden. Steilshooper benötigen zudem mehr soziale, kulturelle und medizinische Angebote sowie eine Aufwertung des Wohnraums. Tägliche Gesetzesverstöße und Ordnungswidrigkeiten müssen konsequent geahndet werden, um die größtenteils friedliebenden Einwohner zu entlasten und den Stadtteil attraktiver zu machen.
| Steilshoop | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Statistisches Gebiet | Einwohneranzahl (31.12.2024) | Statusindex 2025 | Statusindex 2024 | Statusindex 2015 - vor 10 Jahren | Aktuelle Veränderung Statusindex Berichtsjahr 2024 zu 2025 | Veränderung Statusindex nach 10 Jahren (Berichtsjahr 2015 zu 2025) | Dynamikindex 2025 (Statusindex-Durchschnitt der letzten 3 Jahre) |
| 064 001 | 541 | mittel | hoch | hoch | schlechter | schlechter | stabil |
| 064 002 | 2804 | niedrig | niedrig | niedrig | gleich | gleich | stabil |
| 064 003 | 1863 | sehr niedrig | sehr niedrig | sehr niedrig | gleich | gleich | stabil |
| 064 004 | 2106 | mittel | mittel | mittel | gleich | gleich | stabil |
| 064 005 | 2739 | sehr niedrig | sehr niedrig | niedrig | gleich | schlechter | stabil |
| 064 006 | 1775 | sehr niedrig | sehr niedrig | sehr niedrig | gleich | gleich | stabil |
| 064 007 | 2171 | mittel | mittel | mittel | gleich | gleich | stabil |
| 064 008 | 1855 | niedrig | niedrig | niedrig | gleich | gleich | stabil |
| 064 009 | 2058 | niedrig | niedrig | sehr niedrig | gleich | besser | stabil |
| 064 010 | 1990 | mittel | mittel | mittel | gleich | gleich | stabil |
Was ist das Sozialmonitoring?
Jährlich gibt die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen einen detaillierten Bericht mit statistischen Erhebungen und Grafiken über die soziale Entwicklung der Wohngebiete in Hamburg heraus. Sie liefert eine detaillierte Auswertung der kleinräumigen Sozialdaten im Vergleich zum städtischen Durchschnitt. Durch einen Blick auf das Sozialmonitoring lässt sich herausfinden, welche Quartiere besonderen Bedarf haben und gefördert werden müssen, damit sich die soziale Lage dort entspannt.
Statusindikatoren werden prozentual erhoben und in Relation zur gesamtstädtischen Erhebung gesetzt. Folgende Indikatoren fließen in das Monitoring ein:
– Kinder mit Migrationshintergrund
– Kinder von Alleinerziehenden
– SGB-II- und AsylbLG-Empfänger
– Arbeitslose
– Kinder (unter 15 Jahren) in Mindestsicherung
– Mindestsicherung im Alter
– Schulabschlüsse (Anteil ohne Schulabschluss, mit ESA oder MSA)
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