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Stadtteilkonferenz Steilshoop: Bürger mobilisieren sich für den Erhalt des Skaterplatzes und Einweihung Fußgängerbrücke am Bramfelder See mit Sponsorenlauf geplant

In der ersten Stadtteilkonferenz nach der Sommerpause wurde intensiv über den drohenden Verlust des Skaterplatzes an der Gründgensstraße/Alfred-Mahlau-Weg diskutiert. Die Steilshooper Gemeinschaft plant eine Petition, um den Senat zur Umsetzung eines Ersatzplatzes zu bewegen. Erfahren Sie außerdem, welche weiteren Themen die Konferenz bewegten und welche Termine für die kommenden Monate in Steilshoop anstehen.

Am Dienstag, den 29.08.2023 fand die erste Sitzung der Stadtteilkonferenz Steilshoop nach der Sommerpause statt. Unser CDU-Ortsverband-Mitglied und Einwohner Steilshoops Mathias Rahn war anwesend und hat ein Protokoll erstellt:

Skaterplatz an der Gründgensstraße/Alfred-Mahlau-Weg

Nach Protokoll- und Tagesordnungsannahme ging es direkt um den Skaterplatz, um den sich Sandro Kappe MdHB mit zahlreichen Anfragen an den Senat sehr bemüht hat. Der Senat, der Bezirk und die Hochbahn wollen keinen Ersatz stellen. Der Verkehrsübungsplatz inkl. den Einrichtungen für Skateboarder und Rollschuhfahrer fällt einer Baustelleneinrichtungsfläche für den Bau der U5-Linie zum Opfer. Den erst angekündigten Ersatzplatz will der Senat nicht zur Verfügung stellen.

Die Stadtteilkonferenz war heute fast einhellig der Meinung, dass eine Petition erstellt werden müsse, an der sich möglichst viele Steilshooperinnen und Steilshooper beteiligen sollten.

Einige waren der Meinung, dass genügend Flächen für einen Ersatzbau vorhanden wären. Eine Meinung war, auch den Verkehrsübungsplatz als solchen neu aufzubauen. Eine Überlegung besagte, sich Sponsoren ins Boot zu holen, um die Kosten aufzufangen.

Letztlich hat sich die Mehrheit dazu entschieden, Petitionsentwürfe für die nächste Sitzung zu erstellen und dann gemeinsam zum Abschluss zu bringen.

Der Erhalt des Basketballplatzes hinter dem Café JETZT (Gründgensstraße) wird übrigens noch geprüft, da doch weniger Platz für die Baustelleneinrichtungsfläche benötigt wird.

Einstellen einer Assistenzkraft für die Stadtteilkonferenz? Was wird aus dem Verfügungsfonds?

Das Koordinierungsteam der Konferenz um den Konferenzmoderator Harm Dallmeyer will sich nächstes Mal wieder zur Wahl stellen. Ab Januar 2024 beginnt die neue Periode der Konferenz, zu der sich auch rechtzeitig zur Organisationsform geäußert werden muss. Die Konferenz ist mit oder ohne Verfügungsfonds möglich. Wenn die Form mit Verfügungsfonds gewählt wird, müssen gewisse Auflagen eingehalten werden. Pluspunkt: Auch eine Assistenzkraft für die Konferenz auf Minijob-Basis ist möglich. Diese könnte bspw. Social Media bespielen, Flyer/Plakate entwerfen und verteilen, Protokoll schreiben und Termine und Gäste organisieren.

Es wurde das Für und Wider diskutiert. Von einer Teilnehmerin kam im Verlaufe der Meinungsäußerungen der Vorwurf der Selbstbedienungsmentalität einiger Vereine auf, die wiederkehrend Mittel des Verfügungsfonds in Anspruch nähmen. Diesem Vorwurf gegenüber kam das Argument, dass das Bezirksamt jede Quittung prüft und sei die Ausgabe noch so klein. Zudem könnten jegliche Antragsteller vorstellig werden – es wird demokratisch abgestimmt. Einen Antrag einzureichen und ihn bei einer Konferenz zu verteidigen, könne man den Leuten jedoch nicht abnehmen. Eine Stimme ergänzte weiterhin: Die Antragsteller in den Vereinen arbeiten alle ehrenamtlich und zwacken kein Geld für sich ab, daher sind solche Anschuldigungen haltlos.

Letztlich hat sich die Stadtteilkonferenz geeinigt, wieder einen Verfügungsfonds zu beantragen. Für eine Assistenzkraft soll eine Stellenbeschreibung entwickelt werden. Falls sich herausstellen sollte, dass diese Aufgaben von den Mitgliedern der Konferenz erledigt werden könnten und sich Freiwillige fänden, müsse die Stelle auch nicht unbedingt ausgeschrieben werden. Einig war man sich jedoch: Wenn die Stelle besetzt wird, sollte es jemand mit Kenntnis der Strukturen in Steilshoop sein.

Einladung der Spitzen der Wohnungsunternehmen in Steilshoop

Dieser Tagesordnungspunkt musste verschoben werden, da sich seitens der Wohnungsunternehmen während der Sommerpause die Organisation einer Vertreterbeauftragung schwer erledigen ließ. Zwei von drei großen Vermietern ständen jedoch für die nächste Stadtteilkonferenz am 26.09.2023 zur Verfügung, der weitere wird nochmals zwecks Terminvereinbarung kontaktiert.

Dabei kam seitens einer Teilnehmerin die Kritik auf, dass teilweise die Zierfassade an Gebäuden des Borchertrings schon wieder abfallen würden. Das wäre ein Thema für die Politik, evtl. auch für die Stadtteilkonferenz Steilshoop der nächsten Sitzung.

Mitgliedergewinnung

Die Stadtteilkonferenz hat treue Mitglieder, die sich teilweise seit Jahren für ihren Stadtteil einbringen. Doch an einer echten Repräsentanz des Bevölkerungsquerschnitts Steilshoops mangelt es noch. Daher soll die Werbetrommel gerührt werden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten diverse Vorschläge vor: Anzeigen im Wochenblatt, Einladung an die Kirchengemeinden/Moschee, Flyer entwerfen und verteilen, einen Infobrief, wie es der Stadtteilbeirat Appelhoff macht usw.

Geeinigt wurde sich darauf, einen Flyer zu gestalten, dessen Informationen idealerweise mehrsprachig enthalten wären. Noch vor der nächsten Sitzung soll ein solcher Flyer vorliegen und auf dem Stadtteilfest Steilshoop am 16.9. verteilt werden, da dort besonders viele Anwohnerinnen und Anwohner vor Ort sein werden.

Zudem wurde vereinbart, Organisationen, die neu im Stadtteil sind, einzuladen. Es wäre schön, würden diese sich und ihre Arbeit vorstellen, sodass eine Vernetzung stattfinden kann.

Einweihung Fußgängerbrücke am Bramfelder See mit Sponsorenlauf

Engagierte der Konferenz würden die Brücke über den Bramfelder See (Bau noch nicht begonnen, soll bis Ende des Jahres fertiggestellt sein) gerne mit einem Sponsorenlauf oder ähnlichen Aktivitäten einweihen. Mangels genauen Termins wird dieser Tagesordnungspunkt auf eine der nächsten Sitzungen geschoben.

Was geht ab in Steilshoop?

Im LeNa-Haus (Wohnen und Assistenz Fehlinghöhe) sei derzeit der Verein „Leben mit Behinderung“ aktiv.

Des Weiteren wurde eingebracht, dass es in Steilshoop nun einen Gesundheitskiosk und die TauschBar Steilshoop gäbe – zwei Organisationen, die hier aktiv zur Verbesserung von Gesundheit und Bildungslevel beitragen könnten. Die Konferenz würde sie gerne zur Vorstellung einladen. Auch die Eröffnung des neuen Quartiersbüros im EKZ Steilshoop war Thema. Dieses steht den Fragen und Anregungen der Anwohner und Gewerbetreibenden zum Thema Sanierung des Ärztehauses und des EKZ zur Verfügung.

Verschiedenes

Diverse Teilnehmerinnen und Teilnehmer wünschten sich einen besseren Umgangston miteinander, wozu auch gehöre, sich ausreden zu lassen, und zwar laut und deutlich, aber nicht halb schreiend zu kommunizieren.

Ein Teilnehmer erinnerte die Konferenz daran, dass sein Tagesordnungspunkt von der Sitzung letztes Jahr im November damals entfiel und neu aufgenommen werden müsse. Er wolle sein Projekt dem Bezirksamtsleiter vorstellen, der versprochen hätte, wieder zur Konferenz zu erscheinen. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Verschönerung der Schulsporthalle in Steilshoop-Nord mittels Graffiti. Die Konferenz konnte sich nicht darauf einigen, dieses Anliegen zu einem übergeordneten Thema einer der nächsten Sitzungen zu machen. Es würde allerdings daran gearbeitet, den Bezirksamtsleiter nochmals als Gast der Konferenz begrüßen zu dürfen.

Termine:

04.09. Stadtteilkonferenz Bramfeld

14.09. Netzwerktreffen der Stadtteilräte in Dulsberg

16.09. Stadtteilfest Steilshoop

26.09. Stadtteilkonferenz Steilshoop, Stadtteilräume Campus Steilshoop, 19:00 Uhr

24.10. Stadtteilkonferenz Steilshoop, Stadtteilräume Campus Steilshoop, 19:00 Uhr