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Steilshoop-Nord: Bebauungsplan für Flächen 11 und 12 steht vor Veröffentlichung

Bei der Entwicklung der Flächen Steilshoop 11 und 12 kommt Bewegung in das Verfahren. Nach aktuellen Auskünften steht der Bebauungsplanentwurf kurz vor der Veröffentlichung, sodass in Kürze die formelle Beteiligung der Öffentlichkeit starten kann.

Die Flächen sind seit mehreren Jahren Teil der Planungen zur Entwicklung von Steilshoop-Nord. Grundlage dafür sind eine Rahmenplanung sowie ein daraus hervorgegangener städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb. Die entsprechenden Bebauungsplanverfahren wurden bereits im Jahr 2020 eingeleitet.

Nun befindet sich der Bebauungsplanentwurf nach § 3 Absatz 2 Baugesetzbuch unmittelbar vor der Veröffentlichung. Mit diesem Schritt beginnt die nächste Phase des Verfahrens: Bürgerinnen und Bürger können die Planungen einsehen und Stellungnahmen abgeben.

Grundstück gehört der Stadt

Eigentümerin der betroffenen Flächen ist die Freie und Hansestadt Hamburg. Zuständig für die Bebauungsplanverfahren Steilshoop 11 und 12 ist das Bezirksamt Wandsbek.

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft SAGA hat die bisherigen Planungen bislang vor allem durch fachliche Beiträge unterstützt. Konkrete Hochbaumaßnahmen – also der eigentliche Bau neuer Wohnungen – konnten bisher noch nicht beginnen. Grund dafür ist, dass zunächst neues Planrecht geschaffen werden muss, bevor Bauanträge genehmigt werden können.

CDU fordert seit Jahren einen anderen Ansatz

Die Planungen sind politisch jedoch umstritten. Während SPD und Grüne weiterhin stark auf zusätzlichen sozialen Wohnungsbau setzen – teilweise auch mit höheren Gebäuden oder sogenannten Hochpunkten – wächst der Unmut vieler Anwohnerinnen und Anwohner.

Auch die CDU kritisiert seit Langem die einseitige Planung. Klar ist: Hamburg braucht mehr Sozialwohnungen. Doch aus Sicht der CDU sollten diese nicht vor allem in Stadtteilen entstehen, die bereits heute mit sozialen Herausforderungen zu kämpfen haben.

Gerade Steilshoop ist bereits stark durch öffentlich geförderten Wohnungsbau geprägt. Eine weitere Konzentration könnte bestehende Probleme eher verstärken als lösen.

Stattdessen braucht der Stadtteil nach Auffassung der CDU mehr private Mietwohnungen und insbesondere mehr Eigentumswohnungen, um eine bessere soziale Durchmischung zu erreichen. Neue Bewohnergruppen könnten zusätzliche Impulse für den Stadtteil bringen und sich stärker langfristig vor Ort engagieren.

Infrastruktur und Lebensqualität mitdenken

Neben dem Wohnungsbau fordert die CDU außerdem, dass bei der Entwicklung von Steilshoop-Nord stärker auf die gesamte Quartiersentwicklung geachtet wird. Dazu gehören unter anderem:

  • mehr Sport- und Freizeitflächen,
  • zusätzliche Gemeinbedarfsflächen,
  • eine bessere Infrastruktur,
  • mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum,
  • sowie eine kluge Verzahnung mit dem bestehenden Quartier.

Neue Wohnungen allein lösen die strukturellen Herausforderungen eines Stadtteils nicht. Entscheidend ist, dass Stadtentwicklung ausgewogen erfolgt und unterschiedliche Wohnformen sowie eine stabile soziale Mischung entstehen.

Mit der bevorstehenden Veröffentlichung des Bebauungsplans wird sich nun zeigen, wie die konkreten Planungen aussehen und welche Hinweise aus der Öffentlichkeit noch in das Verfahren einfließen können.