Der Zustand des Radwegs an der Bramfelder Chaussee stadtauswärts zwischen Bauhaus und Steilshooper Allee gibt erneut Anlass zur Sorge. Zwischen Maimoorweg und Steilshooper Allee wuchert das Unkraut stark, der Belag ist an mehreren Stellen beschädigt und im Bereich einer Baumwurzel wurde die Pflasterung sogar durch Sand ersetzt – der mittlerweile weitgehend ausgewaschen ist.
Hinzu kommt: Der angrenzende Geh- und Radweg wird offenbar nicht regelmäßig durch den Grundstückseigentümer gereinigt. Trotz mehrfacher Meldungen über den „Melde-Michel“ wurde bisher keine nachhaltige Verbesserung erreicht.
Auf Nachfrage teilt der Senat nun mit, dass die baulichen Mängel im System erfasst seien. Im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel und freien Firmenkapazitäten sollen diese beseitigt werden – ein konkreter Zeitplan wurde jedoch nicht genannt.
Zur Reinigungspflicht erklärt der Senat weiter, dass der Grundstückseigentümer zur Reinigung aufgefordert wurde. Ob diese Aufforderung zu einer sichtbaren Verbesserung führt, bleibt abzuwarten.
Gerade auf dieser stark befahrenen Strecke, die für viele Radfahrende eine wichtige Verbindung zwischen Bramfeld und Steilshoop darstellt, ist der aktuelle Zustand unhaltbar. Eine schnelle Instandsetzung und regelmäßige Pflege sind dringend notwendig, damit der Radweg endlich wieder sicher und komfortabel genutzt werden kann.
Es ist enttäuschend, dass sich an diesem Abschnitt der Bramfelder Chaussee trotz zahlreicher Hinweise kaum etwas tut. Viele Radfahrende müssen tagtäglich über unebene Stellen ausweichen oder auf den Gehweg ausweichen, weil der Weg schlicht nicht verkehrssicher ist. Dass Unkraut wuchert, Sand ausgeschwemmt wird und die Reinigungspflicht offenbar ignoriert bleibt, zeigt, wie wenig Priorität sichere Radverkehrsinfrastruktur in Hamburg noch immer hat. Wer ernsthaft will, dass mehr Menschen aufs Rad umsteigen, darf solche Zustände nicht hinnehmen.

