Viele Anwohnerinnen und Anwohner haben mich in den vergangenen Monaten gefragt: „Wann passiert hier endlich etwas?“ – Daraufhin habe ich nachgehakt.
Die sogenannte Altablagerung Neusurenland steht seit Jahren im Fokus der Stadtentwicklung. Bereits 2018 führte die damalige Umweltbehörde umfangreiche Bohrungen durch, um die Umweltauswirkungen zu untersuchen und Grundlagen für eine mögliche Sanierung zu schaffen. Auf Basis dieser Daten wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt. Ursprünglich waren ein Wald oder Photovoltaikanlagen als denkbare Nutzungen im Gespräch.
Doch bis heute ist wenig sichtbar passiert. Laut aktueller Auskunft laufen derzeit Gespräche mit Gutachtern und der Projektentwicklerin. Der Prozess sei noch nicht abgeschlossen, im ersten Halbjahr 2026 sollen die Ergebnisse und Ideen schließlich kommuniziert werden. Erst danach ist vorgesehen, die lokale Politik einzubinden – und anschließend auch die Bürgerinnen und Bürger.
Die geplante Durchführung eines Ideenwettbewerbs soll kreative Konzepte von Architekten und Stadtplanern einbringen und eine zukunftsfähige Nutzung ermöglichen. Gleichzeitig erschweren jedoch steigende Baukosten und die angespannte Marktsituation den weiteren Zeitplan erheblich. Ursprünglich wurde eine Veröffentlichung des Siegerentwurfs bereits für Sommer 2024 in Aussicht gestellt – davon ist man mittlerweile weit entfernt.
Die Menschen vor Ort wünschen sich eine klare Perspektive. Ob Wald, Photovoltaik oder eine ganz andere Nutzung – entscheidend wird sein, dass die regionale Politik und die Anwohner endlich in den Prozess eingebunden werden. Nur so kann das Neusurenland zu einem echten Gewinn für den Stadtteil werden.
– Drucksache 23/1214 –

